Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſelbſt mehrere Halbzirkel; unter ſich waren dieſe Huͤt⸗ ten durch. beſondere kleine Einfaſſungen mit einander verbunden, in welchen jede Familie die ihr gehoͤrigen Kaͤlber und Laͤmmer verwahrte. Denn dieſe wurden niemals mit den Muͤttern zugleich auf die Weide ge⸗

iagt, ſondern blos Morgens und Abends, wenn die

Weiber die Kuͤhe und Ziegen melken, zum Saͤugen gelaſſen. Außer dieſen beſondern Einfaſſungen waren noch drei große eingezaͤunte Plaͤtze, welche zur Auf⸗ bewahrung des Viehes bei der Nachtzeit beſtimmt waren. Die Huͤtten haben im Durchmeſſer etwa 9 Fuß, und ſind mit Matten, Ochſen⸗ oder Schaf⸗Fel⸗ len bedeckt. In der Mitte wird das Feuer fuͤr die ganie Familie unterhalten; da die Huͤtte nur eine einzige niedrige Deffnung hat, ſo duͤrfte der dicke Rauch und der unvermeidliche Geſtank einen Euro⸗ päer, welcher nur zwei Minuten darin verbleiben wollte, leicht erſticken.

Dbſchon die Weiber der Kolonie⸗Hottentotten von jenen der Gonaquas nur durch groͤßere Koket⸗ terie ſich auszeichnen, uͤbrigens gleſchfoͤrmig ſind; ſo beſteht doch ihr vorzuglichſter Putz in einer Art von Stickerei um ihr Schuͤrzchen, und in der Menge der Glas⸗Korallen um ihren ganzen Anzug. Ihre Muͤtzen beſtehen gewoͤhnlich aus einem Stuͤck von Zebra⸗Fell; Armbaͤnder, Guͤrtel, Halsband, und eine Art von Halbſtiefeln aus einem beſonderem Gewebe, machen einen Theil des Putzes der Weiber aus. Wer keine