Teil eines Werkes 
5,3 (1832)
Entstehung
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Die Bewohner der Geſellſchaftsinſeln be⸗ ſaßen naͤmlich ſchon frühzeitig die Kunſt zu faͤrben, wobei ſie jedoch mehr Geſchmack in Auswahl der Mu⸗ ſter als der Farben entwickelten. Das meiſte gewoͤhn⸗ liche Tuch faͤrbten ſie mit der Rinde des Aito(cacu⸗ arina) vder Tiari(aleurites) dunkelroth, wodurch man dem Stoffe zugleich groͤßere Deckenfeſtigkeit zu geben vermeinte. Die beliebteſten Farben blieben aber glaͤnzend roth und gelb. Erſteres, was ſie Mati nennen, bereiteten ſie aus einer Miſchung des milchi⸗ gen Saftes der kleinen Beeren des Mati(üeus pxo- lixa) mit den Blaͤttern des Tau(einer Art cordig). Es gibt dieſes ein herrliches Scharlachroth, das mit ei⸗ nem Gummi, Firniß uͤberſtrichen, ſeine volle Farbe behaͤlt, ſo jange das Tuch dauert. Die gelbe Farbe bereitete man aus den Faſern der Nonowurzel(mo- rinda citrilolia), und obgleich minder dauerhaft als der Scharlach des Mati, war ſie doch ungemein leb⸗ haft. Das Roth wurde mittels eines Binſenrohrs auf das Tuch gegoſſen, Zeuge, welche g3. gefaͤrbt werden ſolten, wurden in den Aufguß der Nonawurzel ge⸗ legt, und ſolange darin gelaſſen, bis ſie geſaͤttigt wa⸗ ren, dann an der Sonne getrocknet. Die Muſter werden mit Scharlach auf gelbem Grund aufgetragen⸗ und obgleich nicht regelmaͤhig und gleichfoͤrmig, ver⸗ rathen ſie dennoch Geſchmack. Die Natur gibt dazu die Modelle. Sie nehmen eines der zarteſten und ſchönſten Fartenkraͤnter oder Hibiskus⸗Blumen, die