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es oft wie feines glattes Tuch aus, waͤhrend die Un⸗ ebenheiten, die durch die feingerippte oder ſchachbrett⸗ artige Hammerflaͤche hervorgebracht wurden, ihm das
Anſehen gewebten Zeuges gaben. Waͤhrend dieſer Zu⸗ bereitung wurde der Stoff ſtets naß gehalten und ſorgfaͤltig in dicke gruͤne Baumblaͤtter eingeſchlagen, ſo oft die Weberinnen ihre Arbeit unterbrachen. So⸗ bald man es aber tuͤchtig verarbeitet hatte, breitete man es zum Trocknen in die Sonne, und bleichte es je nach dem Zwecke, zu dem es beſtimmt war. Das Dre, oder Tuch aus der Avarinde iſt gewoͤhnlich duͤnn, und von ſehr dunkelbrauner Farbe; das aus der Rinde des Brodfruchtbaumes und einem Zuſatz von Auti bereitete lichtbraun oder falb, das feinſte und geſchaͤtzteſte aber wurde hauptfaͤchlich und manch⸗ mal ganz aus der Rinde des Papiermaulbeerbaumes verfertigt, und bis zu einer ſchoͤnen Weiße gebleicht. Vorzuͤglich die Kleidung der Weiber beſtand aus dieſer letzteren Art von Tuch.
Man wird ſtaunen, wenn man hoͤrt, daß bei ei⸗ ner ſo einfachen Zubereitungsart Ballen Tuches manch⸗ mal von 200 Ellen Laͤnge und 4 Ellen Breite verfer⸗ tigt wurden, wozu man Rindenſreifen von nur 4 bis s Fuß Laͤnge und kaum /½ Zoll Breite verwenden konnte, und bloß durch ſo einfaches Schlagen wurden dieſe kleinen Baͤnder zu einem ſo gewaltigen Tuch in einander verwebt, das, nachdem es binlaͤnglich getrock⸗ net und gebleicht war, nach ſeiner ganzen Laͤnge zu⸗


