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groͤßtentheils nur der Rinde des Papiermaulbeerbaums (morus papyrifera), den ſie Auti nennen; erſtere aber auch der Rinde des Brodfruchtbaumes und Ava, einer Art Banane. Man ging dabei auf folgende Art zu Werke. Wenn man ſich der Rinde des Brodfrucht⸗ baumes bediente, wurde die aͤußere grüne oder braune Rinde mit einer Muſchel abgeſcheelt, dann ſchlug man ſie leicht und ließ ſie in Waſſer roſten oder ſonſt eine Gaͤhrung durchmachen. Dann legte man einen ſtarken Balken von 20 bis 30 Fuß Laͤnge und etwa 9 Zoll in Viereck auf den Boden, breitete darauf die Rinde aus und ſchlug ſie mit einem ſchweren Ham⸗ mer von Eiſenholz oder Caſuavina. Dieſer Hammer war gewoͤhnlich 16 bis 18 Zoll lang und 2 Zoll im Viereck, nur an der Handhabe gerundet. Die Seiten
des Hammers waren mit Riemen durchzogen, auf ei
ner Seite mit ſehr rauhen und breiten, auf der an⸗ dern Seite mit ſehr feinen. Die dritte Seite war ge⸗ woͤhnlich in viereckigen Feldern ausgeſchnitten und die vierte flach oder gerippt. Die ſo aufgelegte Rinde wurde anfangs mit der rauhen Hammerſeite, dann mit der feinen geſchlagen. Vegetabiliſches Gummi wurde dazu ſelten verwendet, die harzigen Theile, die ohnehin in der Rinde enthalten ſind, reichten hinlaͤng⸗ lich aus, die Faſern zu verbinden. Durch das Schla⸗ gen mit der rauhern und ſchachbrettartigen Seite des
Hammers wurden die Faſern der Rinde ordentlich in
einander gewebt und wenn das Stuͤck fertig war, ſah


