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ſchweifungen ergeben zu koͤnnen und ſich in ihren la⸗ ſterhaften Abſichten getaͤuſcht ſehend, verbreiteten die abſcheulichſten Verlaͤumdungen gegen die Bevoͤlkerung ſowohl, als ihre chriſtlichen Lehrer, die ihren ganzen Einfluß aufbieten, um die Frauen vom Beſuch auf Schiffen abzuhalten. Ein Schiffs-Capitain, der vor Huaheine vor Anker lag, wurde daruͤber ſo er⸗ grimmt, daß er drohte, bei ſeiner Abreiſe die Inſel zu beſchießen, weil ihre Einwohner tugendhafter wa⸗ ren, als er und ging in ſeiner Unverſchaͤmtheit ſo weit, zu erklaͤren, daß, wenn bei dieſer Gelegen⸗ heit Menſchenleben geopfert wuͤrde, ſo ſeyen es die Miſſionaͤre allein, welchen die Schuld davon beizumeſ⸗ ſen ſey. Der entehrende Handel, den die weiblichen Bewohner von Hawai öoͤffentlich und ohne Scham auf den Schiffen und zu Lande mit den Seeleuten treiben, iſt von der ſittenloſeſten Art. Deßhalb muß die Abſchaffung dieſer Abſcheulichkeiten auf den chriſt⸗ lichen Inſeln des ſtillen Deeans als der hoͤchſte Sriumph des Chriſtenthums uͤber menſchliche Verkehrt⸗ heit betrachtet werden, von dem die Geſchichte irgend eines Jahrhunderts und irgend eines Theils der Welt zu erzaͤhlen weiß.
neberall haben die beiden Miſſionaͤre bei dieſen Inſulanern Induſtrie, Eiviliſation, Moral in dem Charakter, den Sitten, Versnuͤgungen und Arbeiten des Volkes eine voͤllige Veraͤnderung zu Wege ge⸗ bracht. Bei Gelegenheit eines oͤffentlichen Gaſtmahls⸗


