Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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und bald zeigte ſich ihm auch die Inſel Bantan mit ihrem hohen Felſenruͤcken. Stuͤrmiſch und ge⸗ foͤhrlich war die Fahrt durch die Inſeln hindurch, da ein ſtarker Strom aus dem chineſiſchen Meere durch dieſe Straße in den Deean geht. Mit furchtbarer Gewalt wurde das Schiff hin und her geſchleudert, doch erreichte es gluͤcklich das chineſiſche Meer, und befand ſich nun auf ruhigem Waſſer. Mit guͤnſtigem Winde ſegelte Kotzebue im Angeſichte der weſtli⸗ chen Kuͤſte von Lugon nach Suͤden fort, bis er das Vorgebirge Bajador erreichte, wo er einige Tage durch Windſtille aufgehalten worden, ſo daß er erſt am 7. November die Manilla⸗Bucht erblickte. Hier wehte ihm ein heftiger Wind entgegen und ver⸗ wehrte ihm den Eingang; döch gelang es ihm durch Laviren bedeutend vorwaͤrts zu ruͤcken, ſo daß er end⸗ lich in die Bucht durch ihre ſuͤdliche Einfahrt zwi⸗ ſchen ihrem Ufer und der Inſel Coregidor einlau⸗ fen konnte. Am Morgen des s. Novembers ließ er die Anker vor der Stadt Manilla fallen. Freund⸗ lich wurde Kotzebne vom Generalgouverneur der Philippinen, Don Mariano Ricofort,

empfangen, und erhielt auf ſein Anſuchen von ihm

die Erlaubniß, nach Cavite zu ſegeln, einem an der Bucht, nur ein Paar Meilen von der Stadt liegenden

Flecken, wo ſich eine Admiralität befindet, und Schiffe mit Bequemlichkeit Reparaturen vornehmen koͤnnen, doren das ſeinige beduͤrftig war.