Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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Polſter geſtuͤtzt. Zwei junge Maͤdchen, in leichten Zitz⸗ gewaͤndern, ſaßen mit untergeſchlagenen Beinen zu beiden Seiten der Koͤnigin, und wehten ihr mit gro⸗ ßen, an langen Rohtrſtielen befeſtigten Federbuͤſchen die Fliegen ab. Als Nomahanna die Eintreten den bemerkte, ſchob ſie das Geſangbuch, in welchem ſie eben geleſen hatte, zur Seite, und richtete ſich zum Sitzen auf, lund auch Kotzebue ein⸗ ſich auf einen Stuhl neben ihr nieder zu laſſen. Sie erkannte in ihm ſogleich den naͤmlichen ruſſiſchen DPffizier, der fruͤher den verſtorbenen Konis Tameamea auf der Inſel D Wahi beſucht hatte. Seine Erſcheinung brachte bei ihr daher auch eine lebhafte Erinnerung an ihren verſtorbenen Gemahl hervor, und ſie konnte ſich der Thraͤnen nicht enthalten, als ſie von ſeinem Tode ſprach. Sie eroͤffnete ihm nun, daß ſie ein⸗ Chriſtin ſei und taͤglich mehrere Mal das Bethhaus beſu⸗)e. Bald aber floßen ihre Thraͤnen wieder um ihren verſtorbenen Gemahl; ſie entbloͤßte ihren Arm, auf welchem mit lateiniſchen Buchſtaben in der D Wa⸗ bi⸗Sprache die Worte tattowirt waren:Unſer guter König Tameamea iſt am 8. Mai 15% geſtorben, zum Zeſchen der größten Trauer. Das Geſpraͤch ward durch Wagengeraſſel und laute Men⸗ ſchenſtimmen unterbrochen; es fuhr ein kleiner Block⸗ wagen, von einer Menge tuͤſtiger Jünglinge gezogen⸗ vor, um die Koͤnigin nach der Kirche zu fahren⸗ Kotzebue erhieit das Verſprechen, in Ueberflus