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lichen Namen bezeichnen, liegen zwiſchen dem 190 und 22 noͤrdlicher Breite. Sie ſind alle ſehr hoch und vulkaniſcher Natur.
Am Morgen nach ſeiner Ankunft fuhr Kotzebue mit einigen Dfficieren an's Land, um der Koͤnigin Nomahanna ſeine Aufwartung zu machen. Ein
am Landungsplatz getroffener Spanier, Namens
Marini, diente ihm als Dollmetſcher. Die Wohnung Nomahanna's lag nahe bei der Feſtung am Ufer. Es war ein aus Bohlen nach europäiſcher Art zuſammengezimmertes niedliches Haͤuschen von zwei Etagen, mit ſchönen großen Fenſtern und einem
Balkon, auch recht huͤbſch mit Delfarbe angeſtrichen. Auf der Treppe empfing ihn Chinau, der Gouver⸗
neur von Wahu, mit einem A⸗B⸗C⸗Buch in der Hand. Die Treppe ſelbſt war von unten an bis zur Chür des Zimmers der Koͤnigin mit Kindern, Er⸗ wachſenen und ſogar alten Leuten beiderlei Geſchlechts beſetzt, die unter Nomahanna's eigener Anleitung eilig beſchaͤftigt waren, ſich aus A⸗ B⸗C⸗ Buͤchern im Leſen und auf Tafeln im Schreiben zu uͤben. Die
Thuͤren wurden geoffnet, und Chinau ſiellte Ko⸗
tzebue Ihrer Majeſtaͤt als den Capitain der ange⸗ kommenen ruſſiſchen Fregatte vor. Das Simmer war auf europaͤiſche Weiſe mit Stuͤhlen, Tiſchen und Spie⸗ geln moͤblirt. Nomahanna lag in der Mitte des Zimmers auf ſchoͤnen feinen Matten, der Laͤnge nach ausgeſtreckt auf dem Bauche, die Atme auf ſeidene


