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Kotzebue ſegelte ſtromaufwaͤrts, von Fluth und Wind beguͤnſtigt, in faſt ganz, noͤrdlicher Nichtung raſch vorwarts. Der Fluß veraͤnderte nunmehr oft ſein Anſehen. Seine Breite aͤnderte ſich von einer bis auf zwei und drei Meilen. Die ſteilen Ufer wech⸗ ſelten mit reizenden Ebenen ab, wo im Schatten von Eichenhainen Hirſche weideten. 23 Meilen von der
Muͤndung vereinigen ſich die beiden Flüſſe. Der eine
koͤmmt von Oſten, und der andere von Norden her. Der eine, den die Spanier Pescadores nennen, nimmt tieſer im Lande noch zwei Fluſſe in ſich auf; den andern, Saeramento genannt, fuhr Kotzebue hinauf, und landete an der Weſtſeite des Fluſſes. In Oſten und Südoſten erhob ſich boch uͤber dem Hori⸗ zont das Eisgebirge⸗ die Sierra Nevada⸗ das ganz Amerika von Norden nach Suͤden durchſchnet⸗ det. Zwiſchen dem Gebirge und dem Fluſſe iſt das Land eben, ſebr niedrig⸗ ſtark mit Wald bewachſen⸗ und von vielen Stroͤmen durchſchnitten⸗ Von da konnte Kotzebue nur eine kleine Tagreiſe noch ſtrom⸗ aufwaͤrts machen, denn die ungunſtige Witterung er⸗ laubte ihm nicht, weiter zu gehen, ſondern er mußte den Ruͤckweg nehmen, der am 23. November zuruͤck⸗
gelest war. Sogleich nach ſeiner Ankunſt beim Schiffe
wurde dasſelbe in ſegelfertigen Stand geſetzt, das Lager am Lande abgebrochen und ſammt den aſtronv⸗ miſchen Inſtrumenten an Bord gebracht. Am 25. November, als die Ebbe eintrat⸗ lavirte er bei Nond⸗


