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einen Kanal bildete, und von einem ſtarken, auf einer Anhoͤhe liegenden Fort beherrſcht wird, wodurch ſie vor feindlichen Fahrzeugen ziemlich geſichert iſt. Ueber⸗ raſchend und ergoͤtzend zeigte ſich die amphitheatraliſch gebaute, von dort aus ſehr hubſch erſcheinende Stadt Rio⸗Janeirv. Zwiſchen den Gebäuden erheben ſich ſtolz die hohen ſchlanken Palmen, welche die freund⸗ lich weißen Haͤuſer beſchatten. Den Hintergrund bil⸗ det ein ſchroffer Abhang des Gebirges, der mit meh⸗ rern Kloͤſtern geziert war.
Kaum hatte Kotzebue die Segel eingenommen, als der ruſſiſche Vice⸗Conſul von Kielchen und ein von der braſilianiſchen Regierung abgeſandter Of⸗ ſicier an den Bord kamen, um ihm zu ſeiner Ankunft Gluͤck zu wuͤnſchen. Letzterer machte ihn zugleich mit der Verordnung ſeiner Regierung bekannt, daß jedes ankommende Kriegsſchiff die Feſtung mit 21 Kanonen⸗ ſchuſſen begrüßen muͤſſe. Kotzebue befahl ſogleich⸗ die 21 Kanonen abzufeuern, und erhtelt unverzuglich von der Feßung eine gleiche Anzahl Schuͤſſe zur Er⸗ wiederung.
Uum die gute Jahreszeit am Cap Horn nicht zu verſaͤumen, erſuchte Kotzebue Herrn von Kiel⸗ chen, die zur Fortſetzung ſeiner Reiſe erforderlichen Lebensmittel und die uͤbrigen Beduͤrfniſſe ſo bald als möglich zu liefern. Dazu war aber eine Zeit von vier Wochen noͤthig, die er vorzuͤglich zu aſtronomiſchen
und Pendel⸗Betrachtungen anzuwenden gedachte, zu


