Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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in den Hafen einzulaufen, an deſſen Muͤndung er ge⸗ zwungen war, die Anker fallen zu laſſen. Die ſo rei⸗ tzenden Umgebungen nahmen ihn und ſeine Gefaͤhrten ganz in Anſpruch. Ein erquickender Landwind fuͤhrte ihnen die angenehmſten Wohlgeruͤche und eine Menge ſchoͤner Schmetterlinge und Inſekten zu. Voͤgel, wie nur die Dropenlaͤnder ſie hervorbringen, umſchwebten ſie. Alles zeugte, daß die Natur dieſes Land vor⸗ zugsweiſe zum frohen Lebensgenuß und zum Gluͤck ih⸗ rer Geſchoͤpfe beſtimmt hat. Nur dem Neterſklaven wird bei ſeiner ſchweren Arbeit, unter der Peitſche ſeines Tyrannen, dieſer Himmel zu einer Hoͤlle. Waͤhrend der ganzen Nacht hoͤrte man faſt ununter⸗ brochen von der Stadt her Kanonen⸗ und dazwiſchen auch Flintenſchuͤſſe fallen, wobei eine Menge Raketen in die Luft ſtiegen. Es wurde, wie Kotzebue nach⸗ ber erfuhr, vom Volke ein Freudenfeſt gefeyert, we⸗ gen der Verhaftung dreier Miniſter, die einer Ver⸗

ſchwoͤrung gegen den Kaiſer beſchuldigt waren.

Beim Anbruch des Tages meldete ſich der braſi⸗ lianiſche Boetsdirektor auf dem Schiffe, ein Mann bei Jahren, klein, dick und ohne alle Bildung, der ſich auf ſeinen Namen Vasco de Gama viel zu gute that, den er mit dem erſten Umſchiffer des Vorgebirges der guten Hoffnung gemein hatte, von welchem er in gerader Linte abzuſtammen vorgab. Der Anker wurde gelichtet, und das Schiff lief ein in die Bucht von Rio⸗Janeiro, deren ſchmaler Eingans