Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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machte vor den Inſulanern einige Taſchenſpielerkuͤnſte, die ſie ins groͤßte Erſtaunen verſetzten.

Die Wanderung ſollte nun weiter gehen, nach dem auf einer Anhoͤhe liegenden Dorfe Bitouka. Zwei Wege fuͤhren dahin. Die argwoͤhniſchen Om⸗ bayer beredeten die Franzoſen, den laͤngern ein⸗ zuſchlagen, indeß ſie ſelbſt den kuͤrzern nahmen und vor den Fremden bei ihren Wohnungen ankamen. Indem die Franzo ſen bei einer der Huͤtten der In⸗ ſulaner vorbeikamen, bemerkten ſie etwa zwanzig an der Decke aufgehangene menſchliche Kinnladen. Ggi⸗ mard einer der Franzoſen aͤußerte den Wunſch⸗ daß man ihm einige derſelben gegen ſeine vorzuͤglich⸗ ſten Tauſchartikel uͤberlaſſen moͤchte, erhielt aber zur Antwort: ſie waͤren Pamali(geheiligte Gegenſtaͤnde) woraus die Franzoſen ſchloſſen, jene Knochen mußten Trophaͤen ſeyn, beſtimmt zur Erhaltung des Anden⸗ kens an Siege, welche die Ombayer über ihre Feinde erfochten hatten. Die Mauren, Decken und Fußboden der ombayiſchen Huͤtten beſtehen aus Blät⸗ tern von Faͤcherpalmen und Kokosbaͤumen, welche von Bambusſtengeln zuſammengehalten werden, Die Schlaf⸗ ſtellen erheben ſich mehrere Fuß uͤber den Boden und das Bett ſelbſt kommt noch hoͤher zu liegen. Ein Huhn, Honig, gruͤne Mangos und einige Kokosnuͤſſe waren alles, was man den Franzoſen von Lebens, mitteln anbot. Gegen ihre Meſſer, Armbaͤnder, Oh⸗ rengehaͤnge, tauſchten die Franioſen Bogen und

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