Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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giefen. Der Cuͤraß, womit die ombayiſchen Krieger angethan gehen, heißt Boru und beſteht aus Buͤffel⸗

haut. In der Mitte iſt zum durchſchieben des Kopfes eine Deffnung angebracht. Vorne und hinten reicht er

bis etwas unter die Hoͤhe der Huͤften herab und lie⸗ fert ſomit im groben das Bild eines Meßgewandes. Auf der Vorder⸗ und Hinterſeite des Cuͤraſſes ſnd in horizontaler Richtung eine Menge kleiner Porzellan⸗ muſcheln befeſtigt; groͤßere finden ſich unten, nach Art einer Garnirung, angebracht; zuweilen gebraucht man zu dieſen Einfaſſungen auch kleine Stuͤcke Knochen oder Elfenbein, die in Form von Zaͤhnen ausgeſchnit⸗ ten ſind. Die Spitzen der Pfeile beſtehen aus hartem Holze oder Knochen, mitunter auch aus Eiſen. Fächer⸗ artig zuſammengeſtellt trugen die Krieger ſie an der linken Seite im Gurte ihres Saͤbels oder Kris. Die meiſten Einwohner hatten am Schenkel oder Guͤrtel eine Menge Faͤcherpalmenblaͤtter mit Einſchnitten, durch welche theils rothe, tbeils ſchwarzgefaͤrbte Strei⸗ fen derſelben Blaͤtter gezogen waren, befeſtint. Das fortwaͤhrende Rauſchen des in dieſem Aufzuge Einher⸗ gehenden, das Anſchlagen oder Auseinanderſchlagen der Cuͤraſſe und Schilde, das Geklingel der kleinen, ebenfalls eine Zuthat des kriegeriſchen Aufzuges aus⸗ machenden Schellen, das zuſammen verurſachte ein laͤrmendes Lachen machendes Getoͤſe. Die Ombayer⸗, weit entfernt, hieran Anſtoß zu nehmen, lachten ſelbſt mit den Franzoſen. Einer der Letztern, Arrago⸗