126 Gruppe von Eingebornen zu Geſichte bekamen, die rü⸗
hig unter greßen Baͤumen ſaßen. Die Franzoſen
aͤußerten gegen ſie ihr Verlangen, den Rajah zu ſpre⸗
chen. Nach einer Bedenkzeit von wenigen Augenblicken und nach einer kurzen Unterreduns mit ihnen, wieſen ſie die Ankoͤmmlinge an einen der Aelteſten der Truppe, mit Namen Sikmann. Um ſich dieſen Hoͤuptling geneigt zu machen, ließen es die Franzoſen an Geſchenken nicht fehlen; was ihm vorzuͤgliche Freuse zu gewaͤhren ſchien, war ein huͤbſches Halsband von Glasperlen. Nachdem die Franzoſen ſich auf dieſe Weiſe einen heitern Himmel bereitet zu haben glaub⸗ ten, ſuchten ſie von den Eingebornen Huͤhner gegen Meſſer einzutauſchen; allein ſie konnten ſich bald uͤber⸗ zengen, daß nur wenig Geflugel vorhanden ſey. Als ſie dann die Inſulaner baten, ihnen den Weg nach dem Dotfe Bitouka zu weiſen, ſchienen ſie zuerſt nichts weniger als geneigt, dem Begehren der Franzo⸗ ſen zu entſprechen, und gaben denſelben zu perſtehen ſie ſollten dieſen Gang unterlaſſen. Die Franzoſen machten ſich aber nichts deſtoweniger auf den Weg, und ruͤckten im Schatten der Baͤume vor, begleitet von etwa zo mit Pfeilen, Bogen und Kris bewaßf⸗ neten Ombayen, von denen mehrere auch noch mit aus Bockshaut verfertigten Schilden und Cuͤraß⸗ ſen verſehen waren. Die Inſulaner hatten insgeſammt ein kriegeriſches Ausſehen und ſchienen die europäi⸗ ſchen Waffen nicht zu fuͤrchten. Doch bemerkten die


