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cher, der Wuth der Wellen entnommen, unter dem giftigen Zahne der Schlange, oder dem des blutduͤrſi⸗ gen Krokodils ſein Leben aushaucht. Kuͤhner gewor⸗ den, jagt jetzt der Wind Euch ſchnell um ein Vorge⸗ birge herum, und wie auf der Bühne das Spiel der Maſchinen die duͤrreſte Wuͤſte augenblicklich in einen mit Blumen prangenden Garten umzaubert, alſo fuͤhrt in dieſen Revieren die Natur faſt mit derſelben Schnel⸗ ligkeit dem Beſchauer jetzt ihre ſcheußlichſten Schreck⸗ niſſe und dann ihre groͤßten Herrlichkeiten, ihre lieb⸗ lichſten Gemaͤlde vor Augen. Als einen bezaubernden Anblick gewaͤhrend, ſchildert man vorzuͤglich die Rhede von Lefav. An dieſer Kuͤſte contraſtiten die gruͤnen Gebuͤſche mit der gelblichen Farbe des Vodens beſon⸗ ders ſtart; hier und da erheben ſich Gehoͤlze von Ka⸗ iaputbaͤumen, welche vermoͤge ihrer wethlichen St aͤm⸗ me dem Ganzen eine andere Faͤrbung verleihen, in de⸗ ren mannigfaltige Abſtufungen der Glanz der Abend⸗ ſonne blendend hineinſpielt. Alle dieſe Gegenſtaͤnde auf den duͤſtern, durch die Wand der Gebirge gebilde⸗ ten Grund gleichſam hingezeichnet, bilden ein wun⸗ dervolles Gemaͤlde, das durch den Lauf des Schiſfes und durch das einbrechende Dunkel der Betrachtung des Seefahrers nur allzubald entzogen wird.
Am 2. November landeten die Franzoſen auf der Inſel Ombay. Sie hatten mit ihren Waffen und mit verſchiedenen Gegenſtaͤnden des Tauſchhan⸗ dels kaum das ufer erreicht, als ſie eine zahlreiche


