Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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nach ruhig zuruͤckgelaſſen. Kaum war der Capitain an das Land gefahren, als man ihm die Nachricht brachte, daß ſich Golowatſcheff erſchoſſen habe. Kruſenßern eilte auf das Schiff zuruͤck, fand ihn aber ſchon nicht mehr am Leben. Seit der erſten Ab⸗ fahrt vvn Kamtſchatka nach Japan, bemerkte Kruſenſtern bei dem Lieutenant eine Veraͤnderung in ſeinem Betragen, welche ihren Grund oder ihre erſte Veranlaſſung in Mißverßaͤndniſſen und unangenehmen Erklaͤrungen, welche im Anfange der Reiſe vorgefal⸗ len waren, hatte. Die Bemuͤhungen Kruſenſterns, Peter Golowatſcheff von ſeiner immer mehr und mehr zunehmenden Melancholie zu heilen, blie⸗ ben fruchtlos. Daß dieſe einen Selbſtmord, und zwar kurz vor der Beendigung der Reiſe, zur Folge haben wuͤrde, dies war von Niemanden auf dem Schiffe ge⸗ ahnet worden. Kru ſenſtern hatte geglaubt, der Lientenant wuͤrde, wenn er zu ſeinen Aeltern, Ge⸗ ſchwiſtern und Freunden zuruͤckkehrte, von ſeiner Krank⸗ heit, die nur in ſeiner zerruͤtteten Einbildungskraft beſtand, bald geneſen. Auf dem Schiffe war zu ſei⸗ ner Wiederherſtellung keine Hoffnung, denn weder Kruſenſtern, mit ſo großer Schonung und Theil⸗ nahme er auch ihn behandelte, noch irgend einer der Kameraden Golowatſcheffs, konnte ſich ſein Zu⸗ trauen erwerben, und alle Verſuche, ihn von ſeinem falſchen Wahne zu befreien, ſchlugen fehl. Der Gonverneur lieb den Ungluͤcklichen mit allen milita⸗