Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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92.

er um s/ Uhr unter Segel. Da der Wind friſch, anhaltend zu ſeyn ſchien, ſo beſchloß er, zwiſchen ge⸗ nannter Inſel und der Prinzen⸗Inſel zu ſegeln; eine Durchfahrt, die unter den Umſtaͤnden eines fri⸗ ſchen Nordwindes, der Fahrt zwiſchen Java und der Prinzen⸗Inſel ſehr vorzuziehen iſt. Bei Ta⸗ gesanbruch ſah Kruſenſtern die Newa in SO. ſehr weit unter dem Winde. Da es ihr nicht moͤglich ſeyn konnte, der Nadeſhda zu ſolgen, ſo gab er ſein Vorhaben auf, um eine Trennuns beider Schiffe zu verhuͤten, und nahm ſeinen Laufzwiſchen der Prin⸗ ten⸗Inſel und der Kuͤſte von Java. Um s Ubr ward eine vollkommene Windſtille. Die Lage der Na⸗ deſhda war ſehr mißlich, denn ſie befand ſich genau zwiſchen den Felſen, die an der Suͤdſpitze der Prin⸗ zen⸗Inſel liegen und einem andern an der Kuͤſte der Inſel Java, der Moͤnch(Friar) genannt. Von em Moͤnch erſtreckten ſich nach Suͤden noch eine Menge großer Felſen, in deren Naͤhe nirgends Anker⸗ grund zu ſinden iſt, und auf dteſe Felſen trieb die Fluth das Schiff. Kruſenſtern ließ zwei Boͤte binunter, die das Schiff ſo viel als moͤglich von den gefahrlichen Klippen abhalten ſollten, von denen es kaum noch etwas uͤber eine Meile entfernt war. Um o Uhr Abends wurden aber die Wellen ſo ſtark, daß das Bogſiren der Boͤte gar nichts half, und das Schiff merklich den Felſen zugetrieben ward. Kruſen⸗ ſtern fing ſchon an, fuͤr die Sicherheit der Nadefb⸗