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vyrigen Jahres nach Maeav gekommen. Bei ſeiner Ankunft wollte er auf keine Frage, die man ihm that, antworten, und wurde aus dieſer Urſache gebunden und in das Gefängniß geworfen. Nachdem er endlich fuͤnf Dage mit dem groͤßten Gleichmuthe Alles ertra⸗ gen hatte, was ihm nur Unangenehmes zugefuͤgt wor⸗ den war, ließ man ihn frei, worauf er nach Canton ging. Kruſenſtern ſah ihn in den Straßen mit langſamen Schritten umher gehen, oder an der Ecke irgend eines Hauſes Stunden lange ſtehen, von einem Haufen Zuſchauer umringt, und den beſtaͤndigen Spoͤt⸗ tereien wilder Knaben ausgeſetzt, die ihn kniffen, kratz⸗ ten, zupften, mit Apfelſinenſchalen warfen, ohne daß er daruͤber boͤſe wurde. Er theilte im Gegentheile Fruͤchte und ſogar Geid unter ſie aus. Die in Can⸗ ton wohnenden Muhamedaner, welche ihn fuͤn einen wirklichen Heiligen hielten und ihn mit der groͤhten Ehrerbietung behandelten, unterſtuͤtzten ihn mit Geld. Nach den von einem muhamedaniſchen Kauf⸗ manne an Kruſenſtern mitgetheilten Nachrichten, die uͤbrigens wohl uͤbertrieben ſeyn mochten, ſoll er nicht geringe Kenntniſſe beſitzen, die perſiſche und ara⸗ biſche Sprache mit Gelaͤufigkeit ſprechen, und in der ſagenannten Hofſprache von Dehli vorzuͤglich bewan⸗ dert ſeyn. Er beſuchte nur die hier wohnenden Mu⸗ bamedaner. Wenn er von Jemand zum Sitzen ge⸗ noͤthigt ward, ging er ſogleich fort, und kam nie wie⸗ der. Seit ſechs Jahren lebte er nur von Blättern


