Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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rung iſt. Nach ſo vielen grauſamen Erfahrungen, hat ſie noch kein kraͤftiges Mittel gefunden oder angewen⸗ det, um dieſem Uebel vorzubeugen. Die Gluͤckſeligkeit und Ruhe Chinas iſt nur ſcheinbar, und wir werden durch den Schein betrogen. Bei Kr uſenſtern's Anweſenheit waren ganze Provinzen in Empoͤrung be⸗ griffen; faſt das ganie ſuͤdliche China war unter den Waffen. Die Flotte der Rebellen allein beſtand, wfe man den Ruſſen verſicherte, aus 4000 Voͤten. In man verſicherte ihnen, es ſey in China eine eige⸗ ne Secte, oder eine verbundete Geſellſchaft, welche aus den Unzufriedenen aller Klaſſen beſteht, und ſich Si⸗ entie⸗hoe(Himmel und Erde) nennt. Neben die⸗ ſen Rebellen hat auch die Regierung die Seeraͤuber zu bekaͤmpfen.

Der Kaiſer von China, als Kruſenſtern in dieſem Lande war, hieß Kia⸗King, und war der fuͤnfzehnte Sohn des verſtorbenen Kaiſers Kien⸗ long. Ohne Faͤhigkeiten, ohne Energie, ohne Vor⸗ liebe fuͤr Kenntniſſe und Wiſſenſchaften, ſoll er auch zu Grauſamkeiten, zum Lrunke und einem andern ſehr unnatuͤrlichen Laſter geneigt und ergeben ſeyn. Einige Male wurde der Verſuch gemacht, ihn um das Leben zu bringen. Selbſt die Vornehmſten ſeines Hofes und einige aus ſeiner eigenen Fumilie waren in einer die⸗ ſer Verſchwoͤrungen verwickelt.

Der Zuſtand ſeines Volkes wuͤrde um Vieles ver⸗ beſſert werden, wenn die Statthalter und die niedern