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Beamten dazu angehalten wuͤrden, daß ſie das Volk mehr in Schutz naͤhmen, und weniger Mißhandlungen desſelben zuließen. Barrow fuͤhrt mehrere empoͤren⸗ de Beiſpiele von der Haͤrte und oft graufamen Begeg⸗ nung an, welche das Volk von ſeinen Obern erdulden muß.
Wie ſorglos und gleichguͤltig man gegen das Schickſal der aͤrmeren Klaſſen der Chineſen iſt, da⸗ von hatte Kruſenſtern mit den Seinen bei einer ſich ereignenden Feuersbrunß einen auffallenden Be⸗ weis. Den 43. Dezember asos entſtand in Canton am weßlichen Ufer des Tigris, der europaͤiſchen Factorei gegenuͤber, Feuer, welches mit großer Gewalt von s Uhr bis nach Mitternacht brannte. Hätte Drum⸗ mond nicht ſogleich Feuerſpritzen hingeſendet, ſo waͤre wahrſcheinlich die ganze Reihe von Gebaͤuden an die⸗ ſem Ufer ein Raub der Flamme geworden. Obhleich Feuerſchaden in Kanton ſehr gewoͤhnlich ſind, ſo
werden dennoch gar keine Anſtalten zum Loͤſchen ge⸗
troffen. Feuerſpritzen ſind bei den Chineſen nicht gebraͤuchlich. Einige tauſend Menſchen verſammeln ſich, wenn Feuer entſteht, und machen einen entſetzli⸗ chen Laͤrm, ohne irgend eine wirkliche Huͤlfe zu lei⸗ ſten, oder auch nur dazu angehalten zu werden. Nur eine Klaſſe von Menſchen unterhaͤlt die Regierung, welche beim Feuerſchaden thaͤtig ſeyn muß. Man nennt ſie Bediente der Mandarine, deren Beſtimmung nur darin beſteht, zu verboͤten, daß die Straßen von


