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In ſeiner Untersedung mit dem Hoppo, ſchien dieſer ſogar jetzt zu wuͤnſchen, daß die beiden ruſſiſchen Schiffe hald abſegeln moͤchten, und verſprach mit Gewißheit, den Paß hierzu nach zwei Tagen zu ſchicken. Er hielt auch hierin ſein Wort.
Der zuverſichtliche, dreiſte Ton der Forderungen der ruſſiſchen Capitaine, ſo wie das Intereſſe, welches die engliſche Faetorei fuͤr ſie bewies, trus wohl ſehr wiel dazu bei, den neuen Statthalter zu bewegen, ſei⸗ nen gegebenen Befehl, die ruſſiſchen Schiffe nicht ab⸗ ſegeln zu laſſen, zuruͤckzunehmen. Unſtreitig war zu dieſem Verfahren kein Befehl aus Peking gegeben worden; denn waͤre dieß der Fall geweſen, ſo wuͤrden wohl alle Vorſtellungen, welche alle dagegen haͤtten ma⸗ chen wollen, nichts geholfen haben. Der erſte Beſehl⸗ die ruſſiſchen Schiffe anzuhalten, ruͤhrte von dem abgelö⸗ ſten Statthalter her. Er war eben auf einer Reiſe in ſeiner Provinz abweſend, als er die Nachricht erhielt, ſein Nachfolger waͤre ſchon auf der Reiſe mach Kan⸗ ton. Gerade zu dieſer Zeit ſchickte er den Befehl nach Kanton, die ruſſiſchen Schiffe bis auf weitern Be⸗ fehl nicht abſegeln zu laſſen. Es iſt daher nicht un⸗ moͤglich, daß der Statthalter, zu dieſer Zeit von dem Annaͤhern der ruſſiſchen Ambaſſade nach Peking be⸗ nachrichtigt, befurchtete, die Erlaubniß, welche er bei der Ankunft Kruſenſterns, den Handel zu beginnen, zu qͤbeteilt gegeben hätte, möchte ſeinem Herrn und Gebieter mißfallen haben, und daß er, um ſein Ver⸗


