Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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handlung Klage zu fuͤhren, die ein offenbar feindſeliges Verfahren verrieth. Er verlangte, daß die zu ſeinen Schiffen geſchickten Wachtboote ſogleich zuruͤckgerufen werden ſollten, weil es unmoͤglich waͤre zu verhuͤten, daß dadurch auf den Schiffen ſich nicht leicht Vorfaͤlle ereigneten, welche fuͤr beide Theile unangenehme Fok⸗ gen haben könnten. Dieſe Vorſtellung that ihre Wir⸗ kung; denn ſogleich am folgenden Tage ward die Wache zuruͤckgerufen und eine ganz freie Communiea⸗ tion wieder hergeſtellt. So begierig Kruſenſtern war, die urſache des Anhaltens ſeiner Schiffe zu wiſſen, ſo ward es ihm dennoch unmöglich, etwas Beſtimmtes darber zu er⸗ fahren. Die Kaufleute des Hong verſicherten, daß ber Befehl, die Ruſſen noch einige Zeit aufzuhalten, nur eine Vorſichtsmaßregel des Statthalters wäre, welcher in dieſen Taßen abgeloſt werden ſollte; und daß, ſobald ſein Nachfolger ſein Amt angetreten hätte, die Schiffe ſogleich die Erlaubniß zum abſegeln erhal⸗ ten wuͤrden. Da dieß Kruſenſtern allgemein ver⸗ ſichert wurde, ſo hätte er auch keinen Zweifel mehr daran, und als er erfuhr, daß der neue Statthalter ſchon in Funktion ſey, ließ er ſogleich den folgenden Tag um einen Paß anfragen, um ſeine letzten Sachen an Bord abzufertigen. Dieß wurde jedoch nicht zuge⸗ ſtanden, und es ſchien jetzt nur zu gewiß, daß der ietzige Statthalter ſowohl, als ſein Voͤrgaͤnger, es nſcht wagten, die Ruſſen, ohne einen Befehl aus

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