Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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Peking dazu zu erbalten, die Erlaubniß zur Abreiſe zu geben. Kruſenſtern ſchrieb indeß einen Brief in engliſcher Sprache an den Statthalter, in welchem er. das Unrecht ſeines Verfahrens, ſo wie die daraus ent⸗ ſtehenden Folgen deutiich auseinander ſetzte. Da er ſich den Geſandten leines Kaiſers, den Grafen Go⸗ loffkin, als ſchon laͤngſt in Peking angekommen dachte, ſo legte er in ſeinem Briefe ein beſonderes Gewicht auf dieſen Umſtand, und bemerkte dabei, daß er der ruſſiſche Geſandte eine ſolche beleidigende Be⸗ handlung nicht ungeahndet laſſen wuͤrde. Mit dieſem Briefe verfuͤgte ſich Kruſenſtern zu ſeinem Freund Drummond, von dem er wohl erwartete, daß er ſich ſeiner jetzt ſehr mißlich geworbenen Sache mit Ernſt annehmen wüͤrde. Drummonds Einfluß, a 5 Praͤſident der fuͤr den Handel von Kanton ſo wich⸗ tigen engliſchen Factorei, war ſehr großz zudem war Drummond ein entſchloſſener, kluger und wuͤrde⸗ voller Mann. Er nahm ſich der Sache Kruſenſterns ſogleich mit groͤßtem Eifer an. 33 in un

Die Hauptſchwierigkeit beſtand darin, den Brief. dem Statthalter zukommen zu laſſen, da dieſes nie di⸗ rect geſcheben kann, und man eine Audienz nur in außerſt ſeltenen Fallen geſtattet. Der Brief mußte demnach, vermittels der Hong⸗Kaufleute, durch den Hoppo dem Statthalter uͤbergeben werden; auch war es keine unbedeutende Sache, ihn ins Chineſiſche zu überſeten, da man ſich daiu geborner Chineſen be⸗

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