Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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macht, den Thee und die uͤbrigen Waaren zu vetladen. In der Mitte des Januars hatte Kruſenſtern fat ſeine Ladungen an Bord, und er beſtimmte ſchon den 26. Januar 1806 zum Tage ſeiner Abreiſe aus Kan⸗ ton, um den 27. oder 28. von Whampoa abzuſe⸗ geln, als ſich ploͤtzlich ein Geruͤcht verbreitete; die chi⸗ neſiſche Regierung wolle den ruſſiſchen Schiffen nicht abzuſegeln erlauben, bis man in Betreff der Ruſſen, beſtimmtere Befehle aus Peking erhalten haͤtte. um ſich von der Wahrheit dieſes Geruͤchts zu uͤberzeugen, ließ Kruſenſtern ſogleich ein Boot fordern, um ſeine letzten Sachen an Bord zu bringen. Dieß wurde nicht zugeſtanden, und er erfuhr uͤberdieß daß man eine Wache zu ſeinen Schiffen geſchickt hatte. Dieſe Wache war zwar nicht an Bord gekommen, ſie lag aber mit ihrem Boote ganz nahe und veihinderte jeden Chineſen, ſogar den Comprador mit der taͤglichen Proviſion zu den Ruſſen an Bord zu kommen. Dieſe Nachricht ſetzte Kruſenſtern in Erſtaunen. Es waren feindſelige Maßregeln, welche man gegen ihn traf⸗ und von denen er glauben mußte, daß ſie nur in Peking ihren Urſprung haben konnten. Er aͤnßerte ſeinen Argwohn gegen Drummond daruͤber. Dieſer beruhigte ihn zwar einigermaßen, indem er ihn ver⸗ ſicherte, daß ſolche eigenmaͤchtige Beſehle von Seiten der hieſigen Obrigkeit nicht ſelten waͤren; Kruſen⸗ ſtern ſchickte indeß ſogleich ſeinen Kaufmann zum Hoppo oder Zoll⸗Direktor, um über eine ſolche Be⸗