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die Kaufmannſchaft zu bettaͤchtlich, als daß man den Ruſſen in ihren Geſchaͤften einige Schwierigkeiten machen wuͤrde. Der Gouverneur war durch die den Chineſen gegebene Antwort Kruſenſterns aus einer großen Verlegenheit geriſſen, da er ihm ſelbſt den Befehl haͤtte geben muͤſſen, die Rhede der Tyva nach einigen Tagen zu verlaſſen, und Kruſenſtern waͤre gezwungen geweſen, bis dahin eine Menge chi⸗ neſiſcherZollbeamte an Bord aufzunehmen, welches leicht Veranlaſſung zu Seenen bätte geben koͤnnen.
Die Lage der Portugieſen in Maeao war und iſt aͤuſſerſt bedraͤngt. Obgleich die Gouverneure ſich wohl immer mit der groͤßten Vorſicht benehmen, ſo ereignen ſich doch Faͤlle, in denen ſie nicht nach⸗ geben duͤrfen, ohne die Wuͤrde der Nation, welche in den Augen der Chineſen ſchon ſehr geſunken iſt, ganz auf's Spiel zu ſetzen. Nur einige Monate vor der Ankunft Kruſenſterns hatte eine Begebenheit, welche ſich ereignete, dies bewieſen⸗
Ein in Maeav wohnender Portugieſe erſiach einen Chineſen. Da er reich war, ſo bot er der Familie des Ermotdeten eine Summe Geldes an, die Sache zu unterdruͤcken. Man willigte ein, und er zahlte 4000 Piaſter. Kaum aber iſt das Geld ausge⸗ zahlt, ſo wird die Sache bei der chineſiſchen Ob⸗ rigkeit angegeben, welche von dem portugieſiſchen Goyuverneuy verlangte, daß der Woͤrder ihr ſogleich


