Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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ſetzt; denn wenn die Feigheit der Chineſen nicht ſo ſehr groß waͤre, ſo wuͤrden ſie wohl ſich anders be⸗ nommen haben. Nachdem der Capitain laͤngſt Can⸗ ton verlaſſen hatte, fuͤhlte der Vizekoͤnig wohl, er habe dieſe Verwegenheit ahnden muͤßen; er ahndete ſie jetzt noch, aber auf eine ganz eigene Art. Zur Schadloshaltung fuͤr dieſe Verwegenheit des Brit⸗ ten legte er dem Kohong oder Hong Ceine Ge⸗ ſellſchaft von s 40 Kaufleuten, welche das Privile⸗ gium des europaͤiſchen Handels haben) eine große Geldſtrafe auf, obgleich die Mitglieder deſſelben mit der ganzen Sache nichts zu thun hatten. Die Ergrei⸗ fung ſolcher Maßregeln iſt aber bei den chineſiſchen Regierungsbeamten, wenigſtens in Canton, uͤblich. Nachmittags 3 Uhr kam Lieutenant Loͤwenſtern vom portugieſiſchen Gouverneur zuruͤck. Dieſer hatte den ruſſiſchen Pffizier ſehr gut aufgenommen, dabei aber zu verſtehen gegeben, daß, da ſeine Verhaͤltniſſe mit den Chineſen nicht von der beſten Art waͤren, die Ankunft der Ruſſen ihn in einige Verlegenheit ſetzte, und er daher ſo bald als moͤglich mit dem Ca⸗ pitain Kruſenſtern ſelbſt zu ſprechen wuͤnſchte. Die Chineſen naͤmlich wuͤnſchten zu wiſſen, ob die Nadeshda ein Kriegsſchiff ſey; denn in dieſem Falle nur allein koͤnnte ſie in der Typa bleiben. Waͤre ſie ein Kauffartheiſchiff, und ſie haͤtte nicht zur Abſicht, nach Whampoa zu gehen, ſo wuͤrde ihr der Aufenthalt in der Typa nicht verſtattet werden