Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

50 ſogleich zu verſtehen gab, daß dieſes Haus das ſeinigs

ſey. Vor der Thoͤre ſtanden zum Ueberfluſſe noch, ats ächter des Palaſtes ihres Herrn, zwei ganz ruſtigs

Leute, die durch Pantomimen anzeigten, daß ſie Kru⸗ ſenſern nicht hereinlaſſen wuͤrden. Da er dieſes ohnehin verſprochen hatte, ſo mußte er von ſeinen Neugierde, das Innere der Haͤuſer zu ſehen, abſtehen. Er vertheilte wieder einige Geſchenke, und ging wei⸗ ter bis an das Ende des Dorfes. Zur etwaigen Ve⸗ rubigung der uͤbrigen Einwohner uͤberredete er den Chef, ihn zu begleiten. Hand in Hand gingen bei⸗ de; das ſchien eine große Vertraulichkeit anzudeuten! allein nur mit Widerwillen machte der Chef dieſon Gang, blieb jeden Augenblick ſtehen, mit der bittend⸗ ſten Miene den Wunſch zu erkennen gebend, die Fremd⸗ linge möchten zuruͤcktehren, und nur durch ein neues Geſchenk konnte er vorwaͤrts gebracht werden.

Am Ende des Dorfes erblickte Kruſenſtern in einiger Entfernung etliche Haͤuſer, die ihm beſſer ge⸗ baut ſchienen, da ſie mit Schornſteinen verſehen wa⸗ ren. Man ging auf ſie zu. Da eines dieſer Haͤuſer leer war es ſchien vor Kurzem verlaſſen ſo wur⸗ de den Fremdlingen der Zutritt nicht verſagt. Allein weiter erlaubte ſich Kruſenſtern nicht, zu gehen, und kehrte zum Hauſe des Chefs zuruͤck, wo ſich eins Menge Menſchen verſammelt hatte, welche einige Klei⸗

nigkeiten, fuͤr die Reiſenden Seltenheiten, verhan⸗ delten.