Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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uͤber dieſes Ereigniß war in unſerer ganzen Geſellſchaft groß, obſchon die Beweggruͤnde verſchieden waren.

Ich ſendete einen Hottentotten nach unſerm La⸗ ger; um dieſes Thier des andern Morgens durch einige paar Ochſen dorthin ſchleppen, und nicht von andern Thieren waͤhrend der Nacht zerfleiſchen zu laſſen, waren wir genoͤthigt, hier unter einem Baume zu lagern, durch viele angezuͤndete Feuer und mehr als 20 Flintenſchuͤße uns Sicherheit zu verſchaffen. An das Schlafen war jedoch nicht zu denken; denn wegen der Naͤhe des Waſſers und wegen der Kuͤhlung wurden wir durch ungeheure Schwaͤrme von Muͤcken beunruhiget. Einer unſerer Hottentotten, welcher ich vom Schlafe hat uͤberwaͤltigen laſſen, war ſo ſehr von ihnen geſtochen worden, daß ſein dick auf⸗ gelaufenes Geſicht ihn des andern Tags ganz un⸗ kenutlich machte. Nachdem meine Leute fuͤr mich einen Fuß des Flußpferdes ebenſo zubereitet hatten, wie fruͤher die Fuͤße eines von mir geſchoſſenen Sle phanten, ſo fuͤllten ſie waͤhrend der ganzen Nacht ihte Maͤgen mit dem uͤbrigen Fleiſche. Mit Ver⸗ wunderung ſah ich, wie ſie Haufen Fleiſch von 2 3 Fuß in der Laͤnge und einen Fuß in der Breite brate⸗ ten und verzehrten.

XIII. Bei faſt unertraͤglicher Hitze waren wir 6 Stunden von unſerm Lager entfernt; weßwegen der

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