Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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alte Swanepoel mir ein Pferd entgegen ſchickte. Wir befeſtigten am Kopfe des zerlegten Dhieres eine ſtarke Kette, an welcher 12 Ochſen zogen. Laͤngs des Flußes war das Ziehen wegen vielen Straͤucher und Baumſtaͤmme ſehr gefaͤhrlich; deſto leichter auf der mit Gras bewachſenen Ebene. Gegen s Uhr Abends trafen die Hottentotten mit der Beute im Lager ein, zugleich kamen auch die drei Jaͤger, welche ich auf der andern Seite ausgeſchickt hatte, mit mehreren Gazellen zuruͤck; daher wir einen Ueberfluß an Lebens⸗ mitteln hatten. Vom Flußpferde waren einige der zarteſten Theile, theils durch die zu große Hitze, theils durch das Reiben auf der Erde in Faͤuluiß gegangen, oder gar vernichtet worden; weßwegen wir den Reſt noch in der Nacht zerlegten. Die beß⸗ ten Stuͤcke wurden in die Haͤute der Gazellen einge⸗ ſalien, oder in das leere Branntwein⸗Faß gelegt.

Meine Hottentotten hatten gehofft, noch eine zweite Seekuh zu jagen; da wir aber in der Naͤhe des Fluſſes waren, ſo ließ ich mein Netz zum Fiſch⸗ fange verſuchen. Wir erlangten einige 20 Fiſche ver⸗ ſchiedener Arten, welche im Fette des Flußpferdes gebraten, ſehr gut ſchmeckten. Als wir unſer Netz zuſammen legten, bemerkten wir einen Vogel, wel⸗ cher ſich immer mehr naͤherte. Die Hottentotten, welchen er den Weg zum Honig zeigte, baten um ſein Leben. Allein da es eine neue mir unbekannte