Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Geringſte zu befurchten hätte. Vielmehr wuͤrde dieſe ungluͤckliche Nation mich mit Vergnuͤgen aufnehmen, indem ſie von meinem wahten Berichte uͤber ihre Sit⸗ ten, ihren Charakter und ihre Lebensart eine Berich⸗ tigung der Unwahrheiten, welche die Koloniſten bis⸗ ber uͤber ſie verbreitet hatten, hoffen konnte. Dieſe Nation wünſche nichts mehr, als in Ruhe und Frit⸗ den zu leben.

So einladend Hans die Kaffern ſchilderte, ſo behielt doch das Mißtrauen gegen ihn und dieſelben in mir noch die Oberhand. Ich machte ihm alſo den Vorſchlag⸗ er moͤge mit 2 ſeiner Freunde und 23 meiner Hottentotten zum Könige ſich begeben, und letztere ſollten ihm von meiner Wanderung ſeit eilf Monaten Bericht erſtatten, damit er ſich ͤberzenge, daß ich aus bloßer Neugierde in ſeine Staaten getre⸗ ten ſey; daß ich aus einem entſernten Welttheile ge⸗ kommen, weder ein Freund, noch ein Genoſſe der Koloniſten ſey, welche ſeine Unterthanen bekriegtenz daß ich deren Verfahren gaͤnzlich mißbtlligte und die Regierung am Kap durch meinen Bericht zu bewegen hoffte, die Ruhe zwiſchen den Unterthanen und ſeinen Koloniſten hald herzuſtellen.

Sobald meine Abgeordneten abgereist waren, brach auch ich den naͤmlichen Morgen mit meinem Lager auf; wir langten nach einem dreiſtuͤndigen Mar⸗ ſche am Ufer des großen Fiſch⸗Fluſſes an. Die Hitze erwuͤdete unſer Vieh ganz außerordentlich, weß⸗