Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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bot alle Berebſamkeit auf, ſie moͤchten ſich der un⸗ gluͤcklichen Europaͤer mit mir Erbarmen, aber verge⸗ bens. Ich brach alſo wieder auf und ſetzte meinen Wes fort, damit meine Leute nicht angeſteckt wurden.

XiI. Bei der Abreiſe bemerkte ich, daß dieſe Koloniſten durch eine betraͤchtliche Anzahl ſogenannter Metis⸗Hottentotten verſtaͤrkt worden waren. Dieſe Race iſt muthig und unternehmend, naͤhert ſich den Weißen, betrachtet die Hottentotten geringer, als ſich ſelbſt, und hatte ſich bei den Unternehmungen gegen die Kaffern vorzuͤglich ausgezeichnet, deßwegen gab ich

meinen Lenten den Auftrag, einige fuͤr unſeren Zug

zu gewinnen, welche mit dem Lande und der Sprache der Kaffern bekannt ſeyen. Ich ging voraus uͤber den kleinen Fiſch⸗Fluß, und ſchlug mein Lager auf einer Anhohe mit vieler Vorſicht auf. Ich brachte dieſe Nacht unter ſtetem Bellen meiner Hunde ſehr unruhig zu.

Des andern Morgens kamen meine drei Hotten⸗ totten mit drei Fremden, von welchen einer Hans bieß, welcher der Sohn eines weißen und einer Hot⸗ tentottin war, fa beſtaͤndig unter den Kaffern gelebt und einige Fertigkeit in ihrer Sprache ſich angeeignet batte. Der Baſtard Hans belehrte mich, daß das Land, in welchem ich mich befand, dem machtigen Koͤnige Farao gehoͤre, welcher vielleicht 30 Meilen nordwärts ſich aufhalte. Ex rieth mir, bis zu ihm vorzudringen und verſicherte mich, daß ich nicht das