81
ufer dieſer Fluͤſſe in gefaͤhrliche Einoden verwandelt werden..
Der Hayfiſch, ein ſehr gefraͤßiges Ungeheuer, iſt einer der gefaͤhrlichſten Bewohner des Meeres. Er iſt zuweilen 26 Fuß lang und 4 breit, findet ſich auf der hohen See, an den ufern und in Fluͤſſen, und ver⸗ folgt ſeine Beute mit einer ſolchen Heftigkeit, daß er oft darüber ſrandet. In dem Augenblicke, wo er ſeine Beute ergreifen will, ſuchen die Neger ihn zu durchbohren. Zu Goree ſah ich, wie ein Neger in einem Augenblicke von einem Haye verſchlungen wurde. Um ihn zu fangen haͤngt man ein Stüͤck Fleiſch an eine Angel, welche an einer Kette befeſtigt iß. Hat er keinen Hunger, ſo naͤhert er ſich der Lockſpeiſe, unterſucht ſie, ſchwimmt um ſie herum und ſcheint ſie zu vernachlaͤſſigen. Sobald man aber Bewegungen macht, als wollte man es ganz zurckziehen, ſo ergreift ſeine erweckte Gefraͤhigkeit das Fleiſch gierig und ver⸗ ſchluckt es. So gefangen, macht er nun fuͤrchterliche Bewegungen, um ſich loszureißen. Sein Fleiſch i lederartig, mager, knorpligt und von ſchlechtem Geſchmacke.
Die Seekuh(Lamentin, auch Seekalb), ein Fiſch an den Kuͤſen Afrikas, iſt 16— 4s Fuß lang und hat 4—3 F. im Durchſchnitt. Vom Kopfe bis in die Nitte des Leibes iſt ſie ganz rund und wird tiefer herab allmaͤhlig platter. Sie hat einen großen Kopf,
71 Vd. Afrika III.. 6


