Erdſpitzen Dakar und Ben, auf welchen man nicht nur Feſtungswerke anlegen, ſondern auch gutes Quelwaſſer, Bau⸗ und Brennholz haben kann. Au⸗ ßerdem haben die Franzoſen noch ein Komptoir mit Reſidenten im Dorfe Ruͤfiske, gleichfalls im Be⸗ zirke des Damel. Dieſes Koͤnigreich hat einen be⸗ traͤchtlichen umfang wegen ſeiner Buchten, Bayen und uferkruͤmmungen und geht faſt 8o Meilen in das Land. Wenn man quer das Koͤnigreich durchreist, ſo kommt man nach 40 Meilen zu Lande an den Senegal.
b) Das Koͤnigreich Baol, oͤßlich von Goree, faͤngt bei dem kleinen Strome Brigny an und hoͤrt am Fluſſe Serene auf. Die Franzoſen haben im Dorfe Portudal an der Seekuͤſte eine anſehnliche Faktorei. Butter und Hirſe ſind da ſo wohlfeil, daß man ſie faſt für nichts haͤlt.
e) Die Koͤnigreiche Thin, Sin und Barbe⸗ ſin fangen bei der Spitze Serene an und enden bei dem Fluſſe Bruſſalum. Sie ſind 20 Meilen oͤſtlich von Goree entfernt, erſtrecken ſich nur 12 Meilen auf der Kuͤſte und geben der Kolonie Ochſen und Reis im Ueberfluſſe. Im Dorfe Jval iſt ein franzoſiſches Komptoir. Die meiſten Einwohner ſind katholiſch. Waͤhrend meiner Miſſivn im J. 1764 taufte ich uͤber 300 Perſonen von allen Altern und bekehrte mehrere Mahometaner zum chriſtlichen Glauben.
d) Das Koͤnigreich Saluͤm oder Bruͤſalüͤm liegt am Fluſſe gleichen Namens, deſſen Muͤndung 24


