Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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kelſten Gruͤn und Palmen, oder wilde Feigenbaͤume mit einer einſamen Huͤtte, neben welcher Heerden von Ziegen oder Buͤffel bergan klettern, oder ein Ka⸗ meei in aller Stille graſet. Dft ſind die allerfrucht⸗ barſten Flecke von den kahlſten Bergen umgeben und das Grab eines Heiligen mit ſeinem winzigen Schat⸗ ten, oder ein weißes Minaret mit einem Palmen⸗und Cypreſſenhaine ſoͤßt hart an die endloſe Wuͤſte.

Abends traf Carne in Luxor ein, einem ar⸗ men, aber volkreichen Dorfe, deſſen Haͤuſer meiſtens aus Ruinen des dortigen großen Tempels erbaut worden ſind. Der Lempel liegt nahe am Waſſer und hat hohe gelbe Pfeiler von 30 Fuß im Umfange und lange Saͤulengaͤnge. Vor einem Thorwege ſtehen 2 praͤchtige Dbelisken, 70 Fuß hoͤher, als der hohe Schutthaufen, welcher ſie umgiebt; ihre Hieroglyphen ſind tief eingehauen. Die anderen Alterthuͤmer wa⸗ ren werthlos. Zu Esneh traf Carne einen ehema⸗ ligen Oberſten der groſen Armee Napoleon's, nun Pffizier des Vizekoͤnigs von Aegypten, den Bey Soliman oder Suleiman, damaligen Befehls⸗ haber in Ssneh. Wie dieſer Krieger in die Dienſte des Paſcha trat, verſicherte er feierlich, daß er niemals zum Islam uͤbertreten wuͤrde. Daruͤber lachte der Vi⸗ zekoͤnig und erwiederte, er moͤge glauben, was er wolle, muͤße ihm aber treu dienen, einen tuͤrkiſchen Namen annehmen und ſich tuͤrkiſch kleiden. Er nahm die Reiſenden gaſtfreundlich auf. Mitten in dem Ha⸗