Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Vor dieſem Tempel bereitet ſich ein breiter gruͤ⸗ ner Raſen aus und hinter ſolchem liegt das Lybiſche Gebirge; der Nil iſt anderthalb Meilen rechts ent⸗ fernt und links liegt die endloſe Wuͤſte. Die Lage aller ägyptiſchen Tempel iſt ſtets ſehr ſchoͤn. Eine dem Tempel nahe gelegene Pyramide ſcheint zu Be⸗ graͤhnißen ſehr vieler Leichen gedient zu haben, da Carne noch den Leichengeruch wahrgenommen hat⸗

um 9 Uhr Abends verließ er Keneh mit guͤnſti⸗ gem Winde, mußte aber am folgenden Tage wegen Windſtille vor einem ſchoͤnen Dorfe mit herrlichem Schatten ſtill liegen. Carne beſichtigte inzwiſchen die Ruinen von Coptos, und traf große Ruinen⸗ Haufen, einiges wenige, niedrige Mauerwerk und

Bruchſtuͤcke von ſchoͤnen Granitpfeilern. Auf dem Be⸗

graͤbnißplatze des Dorfes an der Seite eines mit Pal⸗ men beſetzten Huͤgels, ſah er die Beerdigung eines Kindes an. Nachdem ein Araber einen Theil der Leiche mit Erde bedeckt hatte, ſo ſchob jeder der Ver⸗ wandten mit der Hand Erde in das Grab, mit dem Ausrufe:Sey gluͤcklich!

So ſehr ſich auch die huͤbſchen Gegenden in Ae⸗ gypten einander zu gleichen pflegenſo verſchieden ſind ſie dennoch von dem Aeußern aller andern Laͤn⸗ der. Das Lybiſche Gebirge tritt bisweilen einige Meilen vom Nile zuruͤck, liegt aber auch bisweilen hart am ufer. Am Fuße dieſer Felſen mit lichten Farben erblickt man bisweilen Flaͤchen mit dem dun⸗