Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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naute, beſitzt er Talente eines ehrgeitigen Empor⸗ koͤmmlings, der vielleicht mit großen Eroberungsplanen ſich beſchaͤftiget und blutige Pfade zu fernerer Große nicht ſcheuet. Er verſteht, die Europaer zu benutzen, beſitzt wenigſtens keinen gemeinen muſelmaͤnniſchen Aberglauben und laͤßt Jedermann glauben, was er will. Es bluͤhet ſeine Zuckerfabrik am Nilz und in Cairo gruͤndete er Baumwollen-Fabriken. Nichts genießt er lieber als Eis, und war kindiſch froh, als ihm der engliſche Conſul Salt den Apparat, ſich dasſelbe auch in Aegypten kuͤnſtlich verſchaffen zu koͤnnen, geliefert hatte, womit der Vüekoͤnig jetzt nach Belieben ſchwelgt. Den groſten Kanal der Kleo⸗ vatra von Alerandrien nach dem Nil hat er nur durch neue Austiefungen hergeſiellt, aber nicht von neuem anlegen laſſen. Carne ſah den Paſcha zu Fuße am Rande des Kanals ſtehen, indem er den Arbeitern zuſchaute. Der Vizekoͤnig iſt mittlerer Groͤße, zwiſchen dem fuͤnfzigſten und ſechzigſten Lebensjahre und einfach gekleidet; ſein langer Bart iſt grau, ſeine Geſichtszuge verrathen Bedachtſamkeit.

Carne beſuchte auch die Saͤule des Pompe⸗ jus, mit einem Fundamente von s und einem Schaft von 90 Fuß aus 3 Bloͤcken beſtehend, auf einem maͤßi⸗ gen Huͤgel und die naheſtehende Nadel der Klev⸗ patra(Pbelisk), die 70 Fuß hoch ſeyn mag und welche nur einen Block und viele, aber kaum mehr erkennbare Hieroglyphen hat. Der Wegweiſer Carne's