Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſehen. Ihre Sprache iſt ſehr reich; ſie koͤnnen den einen Begriffdas hoͤchſte Weſen auf o9 verſchiedene Arten wiedergeben; ſie ſagen, daß der hundertſte Ausdruck, der ihrer Sprache mangelt, zu erhaben iſt, um vom Munde eines Sterblichen ausgeſprochen zu werden. Eine wahrhaft ſchoͤne und der Gottheit wuͤr⸗ dige Idee!

Eine der Hauptvergnuͤgungen bei den Arabern beſteht im Anhoͤren von Geſchichten und Maͤhrchen, nach der Art der tauſend und eine Nacht; ſie ermuͤ⸗ den nicht, die abgeſchmackteſten und wunderbarſten Geſchichten anzuhoͤren; ſie hoͤren mit der geſpannte⸗ ſten Aufmerkſamkeit zu, und glauben auf eine wahr⸗ haft laͤcherliche Weiſe an ihre Wirklichkeit. Mehrmals bemerkte ich Gruppen von Weibern, die mit der Pfeife im Munde in einem Halbkreiſe um eine alte Sybille herum ſaßen, die ein Maͤhrchen vortrug, das ihnen die Haare ſtraͤuben machte. Sie folgten mit den Au⸗ gen allen Bewegungen der alten Hexe mit dem Aus⸗ druck des Schreckens und Erſtaunens und athmeten nicht eher frei, als bis die Aufloͤſung ihrer Erwartung entſprochen hatte.

Die Maͤnner, welche mehr Abwechslung in ihre Vergnuͤgungen zu bringen wiſſen, lieben dieſe Art des Zeitvertreibes nicht minder, als die Weiber. Be ſon ders verſammeln ſie ſich gerne in den Caffeehaͤnſern,