Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Felſen gehauen iſt, fuͤhrt in denſelben hinab. Das etwas ſalzige Waſſer wird durch große Raͤder, an welche man irdene Gefaͤße befeſtigt hat, von Dchſen und Buͤffeln herauf gedreht. Die Eefaͤße leeren ſich von ſelbſt in einen Trog.

Auch der Nil verſorgt die Einwohner mit Wal⸗ ſer, welches durch eine betraͤchtliche Anzahl von Men⸗ ſchen in waſſerdichten Schlaͤuchen auf Kamelen und Eſeln in die Stadt gebracht wird.

Die Einwohner Kahiras beſtehen, wie in den andern Staͤdten und Flecken Aegyptens, aus einer Miſchung von Arabern, Kopten, Griechen, Ar⸗ meniern, Tuͤrken und Mamelucken. Die Ara⸗ ber machen bei weitem die zahlzeichſte Klaſſe aus; ihre Sprache iſt jene des Landes, und wird zu Ka⸗ hira faſt ausſchließlich beibehalten. Die Sprache der Kopten iſt beinahe ausgetorben.

Die arabiſchen Einwohner in Kahira ſind ſehr thaͤtig, gut proportionirt, und von einer ſehr ſchlan⸗ ken Geſtalt. Die Weiber der untern Klaſſen nehmen an allen Arbeiten einen thaͤtigen Antheil, und haben eine dunkle, blaſſe Geſichtsfarbe nebſt Zuͤgen, welche Eckel zu erregen im Stande ſind. Sie heirathen ſehr fruͤhzeitig, und haben eine große Menge Kinder, welche wegen der ſchlechten Umſtaͤnde, in denen ſie ſich befin⸗ den, jaͤmmerlich und elend ausſehen. Ihr Geſicht iſt