164 Die Mauern und Haͤuſer
engliſche Meilen rechnet. fflichen Zuſtand; auf er⸗
befinden ſich in einem vortre ſtern ſiehen mehrere kleine viereckige Thuͤrme. Beim Eingangsthore ſteht ein Kaſtell, Thurni Davids genannt, deſſen maſſive Steine ein hohes Alter be⸗ zeugen⸗ In Begleitung von mehreren ehrwuͤrdigen Vätern beſuchten wir das heilige Grab, und traten durch ei⸗ nen hohen und maſeſtaͤtiſchen Eingang in ein hohes und großes Gebaͤude, welches nicht ganz 400 Schritte lang, und nicht mehr als 60 breit war, und auf meh⸗ reren ſehr großen Marmor⸗Säulen von korinthiſcher Prdnung ruhte; der Dom war aus Cedern⸗Holz vom Libanon erbaut. In der Mitte des Gebaͤudes be⸗ findet ſich das beilige Grab, welches der beſſern Erhaltung wegen jetzt mit Marmor gefuttert iſt. Es ſoll vormals eine unter der Erde gehauene Hoͤhle ge⸗ weſen ſeyn, welche jetzt in Geſtalt einer Grotte uͤber dem Voden erſcheint. Wir entdeckten den Stein, auf
welchem der Engel geſeſſen ſeyn ſoll, als Maria fuͤhrte man uns
den Leichnam Jeſu ſuchte. Hierauf zu allen denkwuͤrdigen Stellen, welche Beiug auf Je ſus vor ſeinem Tode hatten. Dieſes ſehr große Gebaͤude, in welchem Grie⸗ chen, Lateiner, Armenier und Kopten, jede eine beſondere Kapelle haben, ſteht auf dem Kalva⸗ rien⸗Berge. Wir ſahen glle dieſe Kapellen, und be
ſuchten Balduins Grab.


