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Den 18. reiſten wir von Jeruſalem nach Beth⸗ lehem, weiches auf einem hohen Berge liegt, deſſen Boden Freide und Mergel in Menge enthaͤlt. Die Einwohner kamen uns entgegen, um uns unter We⸗ ges zu bewillkommnen. Die Frauen thaten dieſes mit einem ſchrecklichen und unangenehmen Laͤrm, und machten verſchiedene Geberden und Verdrehungen. Wir beſuchten das St. Katharinen⸗Kloſter, ein Gebaͤude, welches die h. Helena erbaut hat; ferner die drei großen Waſſerbecken Salomos und andere Merkwuͤrdigkeiten.
X. Bei unſerer Ruͤckkehr in das tuͤrkiſche Lager fanden wir die Arnauten im ſchrecklichen Aufruhr, den Zuſtand des Lagers ſchauderhaft und in einem ſchaͤdli⸗ chen Zuſtande, und durch eit Menge todter Pferde, Mauleſel u. ſ. w. verpeſtet. Aufruhr und Entftiehen war etwas gewoͤhnliches im tuͤrtiſchen Lager. Unter andern Urſachen der Zuͤgelloſigkeit war auch das Spie⸗ len im Lager eingeriſſen, obgleich es durch die oͤffent⸗ lichen Befehle verboten war. Mehrere Perſonen wur⸗ den dieſes Vergehens wegen enthauptet. Man ließ
ſie auf den Straßen im Lager mit dem Kopfe im Arme
liegen; dieß iſt die gewoͤhnliche Art, welche man bei der Enthauptung der Muſeimaͤnner beobachtet.
Bei dem Ausbruche der Peſt im Lager ſtarben mehrere Soldaten von der engliſchen militäriſchen Ge⸗ ſandtſchaft. Ein Dpfer der Peſt wurde auch der Ge⸗


