nieder, wo ſie ruhig ganze Stunden ſtill beiſammen ſitzen. 5 Bei den griechiſchen Frauenzimmern iſt das Ge⸗ ſicht ſchoͤn, vvalfoͤrmig und unverſchleiert. Ihre Au⸗ gen und Augenbraunen ſind ſchwarz; um ihnen eine dunklere Farbe zu geben, uͤberreiben ſie dieſelben mit einem Bleierze, welches ſie in einen außerordentlich feinen Staub verwandelt haben. Sie vermiſchen ihn mit einer oͤligten Subſtanz, damit er mehr Feſtigkeit erhaͤlt. Ihre natuͤrliche Geſichtsfarbe iſt insgemein bleich; ihr Haar ſehr lang und glaͤnzend, dunkel ſchwarz; ſie tragen es in Locken, bisweilen haͤngt es nachlaͤſſig auf dem Ruͤcken bis auf die Huͤften herab. Ihr Anzug iſt koſtbar; allein ſie ſehen auf keine Farbe beſonders. Auf dem Kopfe tragen ſie eine kleine Haube. Die Mannsperſonen tragen ſich wie die Tuͤr⸗ ken; nur duͤrfen ſie keinen Turban von weißem Muß⸗ lin(Kowouk), ſondern den Kalpae(blauen Turban) aufſetzen. Auch darf kein Grieche gelbe Stiefeln oder Pantoffeln anziehen. Bloß jene im Dienſie fremder Geſandten ſind von dieſem Verbote ausgenommen.
Die griechiſchen Frauenzimmer verheirathen ſich um das 13 Jahr, und leben nicht lange. Mit dem 25. Jahre haben ſie Runzeln, und ſehen alten Wei⸗ vern aͤhnlich. Die ſchoͤnen Kinder haben die bleiche Geſichtsfarbe der Mutter, welche von dem haͤufigen Gebrauche der Baͤder kommt.
Ein griechiſcher Liebbaber bringt ſeiner Geliebten


