Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

131

entweder in der Fronte ihres Hauſes, oder auf dem Waſſer Serenaden, in welchen er die Leidenſchaftlich⸗ keit und Aufrichtigkeit ſeiner Liebe u. ſ. w. ruͤhmt. Dieſe naͤchtlichen Serenaden der Liebe ſind ſehr baͤufig.

Beinahe dieſem Dorfe gegenuͤber, am ufer des Bosporus wird eine Quelle von ſchoͤnen Baͤumen beſchattet, und Abends bei dem Mondſcheine von den Griechen, Armeniern und andern Nationen haͤufig be⸗ ſucht. Nahrungsmittel und Getraͤnke findet man zu Bujukdere in Menge und wohlfeil.

Eine ſehr angenehme und beliebte Speiſe der Einwohner, welche zum Nachtiſche aufgetragen wird, iſt der Pourt, welcher aus ſauerer und fuͤßer Milch, mit Zucker vermiſcht, bereitet wird.

Den 29. hatte die Ernte ihren Anfang genommen. In der ganzen Tuͤrkei baut man bloß Weitzen. Er wird nicht, wie bei uns, gedroſchen, ſondern man ſpannt Pferde und Ochſen an einen kleinen Karren, welcher unten mit Kieſelſteinen beſetzt iſt, damit das Stroh zerſchnitten und zerquetſcht wird Das Vieh tritt die Koͤrner aus, welches im Kreiſe, wie bei einer Muͤhle, herum lauft.

Den 1. Juli beſuchte der Großherr mit allen ſei⸗ nen vornehmſten Beamten Bujukdere; den 2. wurden auf Befehl des General Koͤhler, und auf Verlangen des Kapitaͤn⸗Paſcha zu Kaithana in ei⸗