254
war die Aſia dem Feuer der zweiten und dritten feindlichen Linie ausgeſetzt; die Genug und der Al⸗ bion hielten ſich mit bewunderungswuͤrdiger Tapfer⸗ keit auf ihren Poſten. Freilich mußte die Afia fo⸗ gleich zur Ausheſſerung nach England gefendet werden.
Das franzoͤſiſche Admiralſchiff Syrene, auf al⸗ len Seiten von feindlichen Fregatten umgeben, hatte mehr als eine Stunde gegen eine ihr mehr als drei⸗ fach üͤberlegene Macht in Piſtolen⸗Schußweite zu kam⸗ pfen. Ihre Maſten und Takelwerk wurden äußerſt beſchaͤdigt: als die ägyptiſche Fregatte von zwei Bat⸗ terien auf ihren Seiten in die Luft flog, reichte die dadurch hervorgebrachte Erſchuͤtterung hin, ihren gro⸗ ßen Maſt und den Beſanmaſt zugleich niederzuwerfen; ſie wurde mit brennenden Truͤmmern uͤberdeckt, welche ſie in die hoͤchſte Gefahr verſetzte. Der Seipio hatte zu gleicher Zeit mit den drei vor Anker ſegenden tuͤr⸗ kiſchen Fregatten und mit der Citadelle von Nava⸗ rin zu kämpfen, welche denſelben mit einem Kugelre⸗
gen aus 24 und 43 Pfuͤndern uͤberſchuͤttete, und in
der Mitte dieſes Kampfes naherte ſich ihm noch ein angezündeter tuͤrkiſcher Brander, Dieſe von eben ſo gewandten als unerſchrockenen Feuerwerkern geleitete Woͤllenmaſchine legte ſich an dér Wand des franzoͤſi⸗ chen Backbordes feſt, und ſchlupfte almclig laͤngs dem Backbord zwiſchen dem Bogſpriet⸗Segei und dem Ankerbalken durch. Die Franzoſen bemähten ſich ver⸗ gebens, ſich von dieſem Brander zu entfernen; die Flumer, der Backbord und das Takelwerk der vordern Maſten wurden ein Raub der Flammen, welche von einem ziemlich friſchen Suͤdwinde rüͤckwarts getrieben, ſich der Batterie 36 durch die Kläfen und die Stück⸗ Pforten mittheilten. Mehrere Maſtkorbwaͤchter ſürz⸗ ten ſich zum Loſchen in das Feuer; die Kanonite wut⸗ den an thren Stuͤcken verbrannt, andere durch die Entzuͤndung der Stückpatronen in ihren Haͤnden ſchwer verwundet. Drei Mal ergriff das Feuer mehrere Theile


