Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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des Schiffes, waͤhrend die tuͤrkiſchen Schiffe und die Citadelle es in den Grund hohren wollten; doch fuh⸗ ren die Kanoniere fort zu ſchießen. In diefer kriti⸗ ſchen Lage ließ der Kavitaͤn das eiſerne Ankertau auf⸗ ziehen, und in der Gefahr, mit dem Brander in die Luft zu fliegen, das Fockſegel und das kleine Mars⸗ ſegel außiehen, um ſich hinter den Wind zu legen, und auf dieſe Art die Flammen zu entfernen, welche ſchon nahe an der vordern Pulverkammer waren. We⸗ gen dieſer nahen Gefahr fragte der Oberkanonier, ob er das Pulver anfeuchten ſolle; der unerſchrockene Kommandaut Mylius verneinte es, und die ganze Mannſchaft feuerte ſo thätig fort, daß der Brander entfernt und verſenkt wurde, und der Seipio eine neue Stellung einnehmen konnte, mehrere feindliche Schiffe zu vernichten. Waͤhrend der Scipio ſich ſo auszeichnete, vollbrachten auch die andern franz. Schiffe Heldenthaten. Der Srident unterſtuͤtzte die Sy⸗ rene durch das beſte Feuer gegen die zwei Fregatken, welche ſie vorn und hinten angegriffen hatten. Der Breslau, deſſen Kapttaͤn Labretonniere an bei⸗ den Beinen durch Splirter verwundet wurde, hatte durch ſeine Aufſtellung zwiſchen den tuͤrkiſchen und ruſſiſchen Fregatten, den letzteren einen ſehr ausge⸗ zeichneten Dienſt erwieſen. Ebenſo verhielt es ſich mit den Manöuvres unter dem Kapttaͤn Hugv. Zur Ausbeſſerung mußten freilich die Syrene und der Seipio ſogleich nach Eulon geſchickt werden. Das ruſſiſche Geſchwader unterſtutzte die beiden anderen ſo chätig, daß Codrington und Rigny ihrem Collegen Heyden die groͤßten Lobſpruͤche er⸗ theilten. Des Letzteren Schiffsmaſten, Aſow, waren

von Kugeln ſo durchloͤchert, daß ſie trotz der in der

Sile errichteten Nothmaſten, kaum die Segel tragen

konnten. Nebſtdem zählte man im Rumpfe des Schif⸗ fes 163 von Kugeln durchbohrte Löcher, deren 7im Kiele waren. Das wohlgenaͤhrte Feuer auf dem Aſ⸗