Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſo erblickt man zuerſt Daͤmme, welche ſich ziemlich weit in das Meer erürecken. Dieſes und die Daͤmme liegen zur Rechten, links aber ſieht man auf unglei⸗ chen Anhoͤhen viele Truͤmmer und am Fuße dieſer findet man ein rundes, ziemlich tiefes Becken, welches ehedem durch einen Kanal, deſſen Spuren noch ſicht⸗ bar ſind, mit dem Meere zuſammenhing. Dieſes Becken iſt, wie ich glaube, der Cothon(innere Hafen von Karthago). Die Ueberreſte der ungeheuern Werke, wel⸗ che man noch unter der Oberflaͤche des Meeres erblickt, wuͤrden in dieſem Falle zu dem aͤuſſern Hafendamm gehoͤren. Ich glaubte ſogar noch einige Ueberreſte von den Erdwaͤllen zu entdecken, welche Seipio er⸗ bauen ließ, um den Hafen zu ſperren. Ich bemerkte auch einen zweiten innern Kanal, welchen man allen⸗ falls fuͤr den Einſchnitt halten koͤnnte, welchen die Karthager machten, als ſie ihren Schiffen eine andere Durchfahrt eroͤffneten.

Obſchon dieſe Behauptung ganz gegen die Mei⸗ nung Dr. Shaw's iſt, ſo glaube ich dieſe doch durch die Geſchichte unterſtutzt zu finden.

Von dem Meere wenden wir uns links und durch⸗ wandern gegen Abend die Ruinen der Stadt, welche in dem Halbkreiſe der umherliegenden Huͤgel ſich befinden.

Wir finden zuerſt die Truͤmmer eines ſehr großen Gebaͤudes, welches zu einem Palaſte oder Theater ge⸗ hoͤrt zu haben ſcheint. neber dieſem Gebaͤnde boher