Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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zehren. Sie ſtehen unter Muhamets unmittel⸗ barem Schutze. Europaͤiſche Kaufleute, Tuͤrken in Smyrna geworben, ausgeartete Mauren, Renega⸗ ten und Gefangene machen die uͤbrige Volksmenge aus.

Die Umgegend von Tunis iſt angenehm. Eine neue Waſſerleitung durchlaͤuft ein Thal hinter der Stadt. Von Tunis liegen gegen Mittag Hugel, ge⸗ gen Morgen erheben ſich die Berge Mamelife, welche ſeltſam zerriſſen und von ſonderbarer Geſtalt ſind, und an deren Fuße ſich die, auch den Alten, bekannten heißen Quellen befinden. Gegen Abend und Mitter⸗ nacht ſieht man das Meer, den Hafen Goletta und die Truͤmmer von Karthagv.

Die Tuneſen ſind weniger grauſam, und ge⸗ ſitteter als die Bewohner von Algier. Sie haben die aus Andaluſien vertriebenen Mauren auf⸗ genommen, welche in dem Dorfe Tub⸗Urbo, ſechs Stunden von Tunis, am Fluſſe Me Jerdah wohnen.

um ſich unter den Truͤmmern Karthagos zurecht zu finden, muß man die Unterſuchung in einer gewiſſen Drdnung anſtellen. Wenn man von der Feſtung Goletta abreiſet, und laͤngs des ufers in der Richtung Oſt⸗Nord⸗Oſt reitet, findet man nach einer halben Stunde Weges Salinen, welche nach Abend hin ſich erſtrecken bis zu den Ueberreſten einer Mauer, die nahe bei den großen Behaͤltniſſen liegt. Geht man zwiſchen den Salinen und dem Meere voran,