unſer Schiff, und es tanzte auf den Wogen, wie eine Feder auf einem Waſſerbecken. Das Meer ward in einem Augenblicke ſo aufgeruhrt, daß ſeine Dberflaͤche nur einer ungeheueren Schaum⸗Maſſe glich. Unſer Schiff, welches nicht mehr gelenkt werden konnte, er⸗ ſchien nur wie ein finſterer Punkt in dieſer furchtbaren weißen Maſſe. Wir wurden nach allen Richtungen umgedreht und abwechſelnd wurden Hintertheil und Vordertheil des Schiffes in Wogen geſtuͤrzt. Mit dem Anbruche des Tages waren wir feſt an der Kuͤſte von Lampeduſa, und hielten den Schiffbruch fuͤr un⸗ vermeidlich. Ich ſchrieb folgende Worte nieder:„F. A. v. Chateaubriand litt Schiffbruch bei der In⸗ ſel Lampeduſa am 28. Dez. 1806, als er aus dem hei⸗ ligen Lande zuruͤckkehrte. Ich legte das Papier in eine leere Flaſche, um ſie im letzten entſcheidenden Augen⸗ blicke in das Meer zu werfen.
Endlich legte ſich am s. Januar 180 der Sturm. Wir verließen die kleine Syrte, ſegelten drei Tage an der Kuͤſte von Tunis hinauf, und umſchifften am 40. das Vorgebirge Bon, den Gegenſtand aller iſe rer Hoffnungen.
Am 11. legten wir unter dem Vorgebirge von Karthago vor Anker, und ankerten am 12, vor Go⸗ letta, dem Hafen von Tunis.
Bei dem franzoͤſiſchen Konſul Devviſe erhielt ich die freundſchaftlichſte Aufnahme. Im Kreiſe ſei⸗ ner Familie genoß ich dreißig Tage die Ruhe, der ich


