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Noth den Angriffen von Arabern und Albane⸗ ſen. Zu Alerandrien hatte Hr. Drov etti mir ein oͤſterreichiſches Schiff nach Tunis gemiethet. Doch hielten uns die Vorbereitungen zur Reiſe und die Stuͤrme 10 Tage im Hafen auf.
In Alerandrien hatte meine Sitelkeit noch einmal einen jener Genuͤſſe, welche uns Schriftſtellern ſo willkommen ſind, und die mich ſchon in Sparta ſo ſtolz gemacht hatten.
Ein reicher Tuͤrke, welcher gereiſet war, und ſich auf die Sternkunde verſtand, Namens Ali Bei el Abaſſi, hatte meinen Namen gehoͤrt, und wollte meine Schriften kennen. Ich ging mit dem Konſul zu ihm. Sobald er mich erblickte, rief er: D mein lieber Atala! Meine liebe Rene! In dieſem Augenblicke duͤnkte er mir wuͤrdig, von Saladin abzu⸗ ſtammen. Ich bin noch ein wenig der Meinung, daß er der gelehrteſte und hoͤflichſte aller Tuͤrken ſey, ob⸗ gleich er das Geſchlecht der Namen im Franzoͤſiſchen nicht ſonderlich kennt.
Nach einer beſchwerlichen Fahrt ſah ich am 19. Dez. 1806 die Kuͤſten Griechenlands wieder, und begruͤßte den Saͤnarus. In fuͤnf Tagen kamen wir in das Meer von Malta. Ein W. N. W. Wind trieb
uns ſeitwaͤrts von der Inſel Lampeduſa; wir blie⸗ ben achtzehn Tage auf der oͤſtlichen Kuͤſte von Tu⸗ nis, zwiſchen Leben und Lod ſchwebend. Am 28. ergriff gegen Untergang der Sonne ein Sturmwind


