Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

235

auch das demuͤthige Zeugniß uͤber meine vollbrachte Pilgerfahrt. Ich bewahre beide als Andenken an mei⸗ nen Aufenthalt in dem Lande des alten Wanderers Jakob. Mit tiefer Traurigkeit nahm ich von den frommen, gaſtfreundlichen Vaͤtern Abſchied und kehrte nach Jafa zuruͤck, wo ich mich auf einer Schaike nach Aegypten ſchiffte.

Meine Fahrt von Jafa nach Alexandrien dauerte nur vier Tage, und nie habe ich eine ange⸗ nehmere, ſchnellere Seereiſe gemacht. Der Himmel war immer rein, der Wind gut, das Meer glaͤnzend. Friſche Lebensmittel, vortreffliche Granaten, Cyper⸗ Wein, Kaffee der beſten Art hatten wir im Ueberfluſſe und waren guter Laune.

Wenn ein Land viele und große Crinnerungen darbietet, ſo heftet ſich das Gedaͤchtniß, um verwir⸗ rende Bilder zu verdraͤngen, an ein einziges Ereigniß. So ging es mir im Meerbuſen von Peluſium. Ich ſtieg zuerſt zu den Zeiten der Pharaonen hin⸗ auf, und konnte endlich nur an den Tod des Pom⸗ pejus denken. Es iſt nach meinem Gefuͤhle das ſchoͤnſte Stuͤck imPompejus des Plutarch.

Wir konnten erſt nach dem Anbruche der Nacht in den Hafen von Alexandria fahren. Ich ſah zu meiner Rechten Schiffe und das Schloß, welches da, wo der Pharus ſtand, ſich erhob; zur Linken ſchien der Geſichtskreis begrenzt durch Huͤgel, Truͤm⸗ mer und Obelisken, die ich in der Daͤmmerung kaum