Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Moͤnche weiter zu hoͤren, wurden ſie verurtheilt, zehn Beutel zu bezahlen.

(Von Jafa reiſte Chateaubriand nach Ra⸗ ma, beſuchte dann Jeruſalem und Bethlehem, von welcher er eine ausfuͤhrliche Beſchreibung gibt, welche hier mitzutheilen, unſer Zweck nicht iſt, indem wir keine Schilderung des heiligen Landes liefern wollen, ſondern unſere Leſer auf die Reiſen durch Pa⸗ laͤſtina verweiſen).

Nachdem ich alle Merkwuͤrdigkeiten Jeru ſa⸗ lems geſehen hatte, faͤhrt Chateaubriand fort, baten mich die Moͤnche, den Orden des heiligen Gra⸗ bes anzunehmen. Dieſer Orden, einer der aͤlteſten in der Chriſtenheit, war ehedem ziemlich in Europa verbreitet. Man findet ihn faſt jetzt nur in Polen und Spanien. Der Waͤchter des heiligen Grabes allein hat das Recht, ihn zu ertheilen.

In der Kirche des heiligen Grabes, in der Ka⸗ pelle, welche den abendlaͤndiſchen Geiſtlichen gehoͤrt, ward die Zeremonie vollzogen. Der Huͤter des heili⸗ gen Grabes legte die feſtlichen Kirchen⸗Gewaͤnder anz Lampen und Wachskerzen brannten. Alle anweſenden Bruͤder bildeten einen Kreis um mich, die Arme auf der Bruſt kreuzend. Waͤhrend mit leiſer Stimme: Komm heiliger Geiſt geſungen wurde, ſtieg der Huͤter des Grabes die Altarſtufen hinan, und kniete vor demſelben nieder. Aus dem Schatze des heiligen Grabes wurden die Spornen und der Degen Gott⸗